Zur Inszenierung von Kurt Weills “Die  Zaubernacht”

 

Musikalische Leitung: Celso Antunes - Ensemble Contrasts Köln

Milan Sládek (Buch und Regie)

Jan Kocman (Ausstattung)

Mit: Ingrid Schmithhüsen ( Die Mutter - Sopran)

Lovis Dengler (Der Junge)

Isidoro Fernandez, Mona Roth, Christina Bauer und Thomas Georgiadis  (Darsteller)

 

 Nach der Premiere der “Zaubernacht” im Rahmen des Kurt Weill Festes am 7. März 2003

 in Dessau wird die Inszenierung am 9. März 2003 in der Tonhalle Düsseldorf zu erleben sein.

“Die Zaubernacht” war ursprünglich als Kinder-Pantomime für das Russische Ballett des Theaters am Kurfürstendamm in Berlin entworfen worden. Dort wurde sie am 18. November 1922 uraufgeführt. “Die Zaubernacht” war im Übrigen auch die erste Komposition Weills, die in den USA aufgeführt wurde: Unter dem Titel “Magic Night” wurde sie Ende 1 924 in New York gespielt.

“Die Zaubernacht” wurde nie veröffentlicht und die originale Orchesterpartitur und das Bühnenbild von Wladimir Boritsch sind verloren gegangen. Was überlebte, war eine unkomplette handschriftliche Klavier-Probepartitur. Meirion Bowen arrangierte die Komposition nach den Angaben, die der Probepartitur zu entnehmen waren für das Ensemble Contrasts Köln.

Diese Ballett-Pantomime ist ein intimes Werk für eine einfache Besetzung, bestehend aus Streichquartett, Flöte, Fagott, Harfe, Klavier und Schlagzeug und Solo-Sopran. Das Stück als Ganzes lässt vieles von dem greifbar werden, was Weill zu diesem frühen Zeitpunkt seiner Karriere bereits erreicht hatte, und es weist bereits in die Richtung, in die sich Weills musikalische Ausdrucksweise später entwickeln wird.

In seiner zweiten Regiearbeit als Artist-in-Residence des Kurt Weill Festes 2003 arbeitet Milan Sládek mit einer einmaligen Kombination aus Pantomime und Schwarzem Theater. Auch stilistische Anleihen der Bauhaus-Ästhetik werden aufgegriffen. Mit den Ensemble Contrasts Köln unter der musikalischen Leitung von Ceslo Antunes entsteht eine stimmungsvolle, “zauberhafte” Nachtaufführung dieses erst kürzlich rekonstruierten Frühwerkes.

Zurück
Zurück